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Nachhaltige Tourismusentwicklung

Strategie, Gesetz, Messbarkeit und Umsetzung greifen im nachhaltigen Tourismus in Tirol ineinander

Der Tiroler Weg gibt die Richtung vor, das Tourismusgesetz schafft Verbindlichkeit, der Nachhaltigkeitscheck macht Fortschritte sichtbar – und die Nachhaltigkeitskoordinator:innen setzen gemeinsam mit der Tirol Werbung und weiteren Partner:innen konkrete Maßnahmen um. Ein System, das nachhaltigen Tourismus ganzheitlich vorantreibt.

Der Tiroler Weg

Tourismus mit Verantwortung
Der Tiroler Weg gilt als strategischer Rahmen für eine nachhaltige Tourismusentwicklung in Tirol. Mit der Überarbeitung im Jahr 2021 wurde ein klares Bekenntnis zu einer Balance aus wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und ökologischer Verantwortung verankert – mit dem Anspruch, Erfolg nicht nur an ökonomischen Kennzahlen zu messen, sondern in seiner gesamten gesellschaftlichen und ökologischen Dimension zu verstehen.

Die Strategie definiert wichtige Leitlinien, die Tirol als Lebens- und Erholungsraum denken: Im Fokus steht ein Tourismus, der im Einklang mit der heimischen Bevölkerung und dem natürlichen Umfeld stattfindet. Konkrete Ziele umfassen institutionalisierte Nachhaltigkeitsstandards in allen Tiroler Regionen, die Steigerung des Anteils öffentlicher Anreise sowie den Ausbau regenerativer Antriebsformen. Ergänzt wird dies durch die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe – etwa durch die Zusammenarbeit zwischen der heimischen Landwirtschaft und dem Tourismus. Auch die Förderung familiengeführter Betriebe als wirtschaftliches Rückgrat des Landes sowie der Anspruch an Kompetenz- und Innovationsführerschaft durch den Einsatz neuer Technologien sind fest verankert.

Der Tiroler Weg zeigt: Nachhaltiger Tourismus ist kein Widerspruch zu Erfolg – er ist die Voraussetzung dafür, Tirol als Lebens- und Erholungsraum langfristig zu erhalten. Auf diesen Grundlagen fußt die Arbeit des Kompetenzzentrums Nachhaltigkeit der Tirol Werbung. Sowohl der Tiroler Weg als auch die übergeordnete Nachhaltigkeits- und Klimastrategie des Landes werden dabei regelmäßig beleuchtet und die Maßnahmen entsprechend ausgerichtet.

Das Tiroler Tourismusgesetz

Gesetzliche Verantwortung von Nachhaltigkeit
Der Tiroler Weg hat nicht nur eine strategische Richtung vorgegeben – er hat auch konkrete gesetzliche Veränderungen mit sich gebracht. 2022 wurde das Tiroler Tourismusgesetz angepasst und Nachhaltigkeit damit erstmals verbindlich im rechtlichen Rahmen des Tiroler Tourismus verankert.

Seither sind alle Tiroler Tourismusverbände verpflichtet, eine eigene Nachhaltigkeitskoordination einzurichten. Die Aufgaben dieser Rolle sind im §17a des Gesetzes klar definiert und beinhalten:

  • Die Entwicklung einer regionalen Nachhaltigkeitsstrategie als fester Bestandteil der touristischen Ausrichtung der jeweiligen Destination
  • Die Erstellung eines jährlichen Nachhaltigkeitsberichts, der den Stand der Umsetzung und getroffene Maßnahmen dokumentiert
  • Die aktive Einbindung aller relevanten Partner:innen, Stakeholder und der lokalen Bevölkerung in die Nachhaltigkeitsprozesse – sowie regelmäßige Berichterstattung in der Vollversammlung

Zusätzlich ist der Verband der Tiroler Tourismusverbände (VTT) als Interessensvertretung aller Tiroler Tourismusregionen dazu verpflichtet einen landesweiten Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen.

Hilfreiche Infografiken zu Details aus dem Tourismusgesetz:

Der Nachhaltigkeitscheck für Tiroler Tourismusverbände

Nachhaltigkeit messen, steuern und weiterentwickeln
Um Nachhaltigkeit im Tiroler Tourismus sichtbar zu machen, wurde von der Tirol Werbung gemeinsam mit VTT und MCI ein einheitliches Messinstrument entwickelt: der Nachhaltigkeitscheck. Er erfasst Daten in vier Bereichen – Governance & Management, Sozioökonomie, Kultur und Ökologie – und schafft damit eine gemeinsame Bemessungsgrundlage für alle Tiroler Tourismusverbände.

Der Nachhaltigkeitscheck basiert auf dem 2023 entwickelten Rahmenkonzept für eine mehrdimensionale Nachhaltigkeitsstrategie und übersetzt die strategischen Ziele des Tiroler Wegs in konkrete, messbare Kennzahlen. Gleichzeitig erleichtert er die gesetzlich vorgeschriebene jährliche Berichterstattung der Tourismusverbände erheblich: Die erhobenen Daten fließen direkt an den Verband der Tiroler Tourismusverbände (VTT), der daraus den landesweiten Nachhaltigkeitsbericht erstellt, sowie an das MCI - welches die Daten auf tirolweiter Ebene für TYSTO – das Tyrolean Sustainable Tourism Observatory weiterverarbeitet.
Als Tirols Beobachtungsstelle für nachhaltigen Tourismus analysiert das TYSTO systematisch, wie sich der Tourismus im Land entwickelt und wo Handlungsbedarf besteht. Als Mitglied von UN Tourism ist Tirol damit Teil einer globalen Gemeinschaft von Regionen, die Nachhaltigkeitsstandards gemeinsam weiterentwickeln und voneinander lernen. 

Zusammen bilden Nachhaltigkeitscheck, VTT-Berichterstattung und TYSTO ein geschlossenes System: von der Datenerhebung vor Ort bis zur internationalen Einordnung – transparent, vergleichbar und zukunftsorientiert.

Das Netzwerk der Tiroler Nachhaltigkeitskoordinator:innen

Wissen teilen, Wandel gestalten
Nachhaltigkeit funktioniert besser im Miteinander. Deshalb wurde mit der Gründung des Kompetenzzentrum Nachhaltigkeit 2023 ein Netzwerk ins Leben gerufen, das die tirolweit tätigen Nachhaltigkeitskoordinator:innen regelmäßig zusammenbringt – zum Austausch, zur gegenseitigen Unterstützung und zur gemeinsamen Weiterentwicklung.

Mehrmals im Jahr treffen sich die Koordinator:innen persönlich – jedes Mal in einer anderen Tiroler Gastgeberregion. Neben den fachlichen Themen bleibt dabei auch Raum, die jeweilige Destination kennenzulernen und konkrete Nachhaltigkeitsprojekte vor Ort zu erleben. Genau dieser direkte Einblick in andere Regionen macht die Treffen besonders wertvoll: Man sieht, was funktioniert, holt sich Inspiration und bringt neue Impulse mit nach Hause.

Ergänzend dazu gibt es mehrere Online-Austausche pro Jahr. Hier werden aktuelle Projekte aus den Destinationen vorgestellt und externe Expert:innen eingeladen, die frische Perspektiven und neues Fachwissen einbringen.

Das Ergebnis: Ein lebendiges Netzwerk, das Nachhaltigkeit in Tirol nicht nur koordiniert – sondern aktiv vorantreibt.

Ein Rückblick auf bisherige Präsenztreffen der Nachhaltigkeitskoordinator:innen

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Das Netzwerk der Tiroler Nachhaltigkeitskoordinator:innen startete mit einem Auftakttreffen während der Circular Design Week 2023 in der Kulturbackstube in Innsbruck. Nach einem ersten Kennenlernen standen der gesetzliche Rahmen und die Aufgaben der Koordination im Mittelpunkt. Anschließend diskutierte die Gruppe, welche Ziele und Themen das Netzwerk künftig prägen sollen.

Den Abschluss des Tages bildete ein Besuch des Programms „Kreislaufwirtschaft im Tourismus" – passend zum Thema der Hauptveranstaltung. Im Fokus stand die Frage, welchen Beitrag die Kreislaufwirtschaft leisten kann, um den Tiroler Tourismus zukunftsfähig zu gestalten. Theorie und Praxisbeispiele gaben dabei neue Impulse und Zukunftsbilder.

Mai 2023

Das Treffen der Nachhaltigkeitskoordinator:innen am Wilden Kaiser stand unter dem Thema „Kommunikation im Lebensraum". Spannende Einblicke lieferten die Initiativen „Lebensqualität am Wilden Kaiser", die Awareness-Kampagne „Taktvoll" vom Achensee, die Initiative „Lebensraum Ötztal", der Folder „Lust auf's Land" der Silberregion Karwendel sowie die „GenussWerkstatt" aus der Region West – und zeigten, wie vielfältig Kommunikation mit Gästen, Einheimischen und Stakeholdern im Lebensraum gestaltet werden kann. Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt setzte der Impuls „Die Sprache des Wandels", der aufzeigte, wie Sprache, Wahrnehmung und Framing Veränderungsprozesse beeinflussen.

Am Nachmittag zeigte eine Regionstour zu lokalen Regionsläden, die bereits in Wanderrouten eingebunden sind, wie Kommunikation im Lebensraum ganz praktisch gelebt werden kann.

August 2023

Das Netzwerktreffen in Seefeld widmete sich dem Thema Zertifizierungen im Tourismus – von internationalen Standards wie den GSTC-Kriterien und den SDGs bis hin zum österreichischen Umweltzeichen als konkretes Umsetzungsinstrument. Seefeld gab dabei praxisnahe Einblicke: Die Destination selbst sowie ein lokaler Betrieb präsentierten ihre Erfahrungen mit dem Umweltzeichen und dem EU Ecolabel und zeigten, wie Zertifizierung auf unterschiedlichen Ebenen gelingen kann. Das Congresszentrum Alpbach ergänzte den Blick mit der Vorstellung von Green Meetings – und verdeutlichte damit, dass nachhaltige Zertifizierung Destinationen, Betriebe und Veranstaltungen gleichermaßen umfasst.

Den Höhepunkt des Tages bildete eine gemeinsame Audit-Tour durch Seefeld: Entlang der Stationen, die auch im offiziellen Umweltzeichenprozess mit den Auditor:innen begangen wurde – darunter die Mobilitätszentrale am Bahnhof, der Dorfplatz und ein Wanderweg. Das Treffen zeigte eindrücklich, wie Zertifizierungen nicht nur Standards setzen, sondern als Orientierungsrahmen für eine glaubwürdige nachhaltige Entwicklung im Tourismus dienen können.

November 2023

Das Netzwerktreffen im Alpbachtal stand im Zeichen von Nachhaltigkeitskommunikation – und startete mit einem Einblick in die regionale Zusammenarbeit zwischen Alpbachtal Tourismus, der Klimawerkstatt sowie den in dieser Struktur integrierten Programmen KLAR und KEM, die zeigt, wie Nachhaltigkeit als gemeinsames Thema kooperativ gelebt werden kann. Im World-Café-Format tauschten sich die Koordinator:innen darüber aus, wer in den Regionen bereits mit wem zusammenarbeitet, welche Kommunikationskanäle genutzt werden und welche Inhalte dabei im Mittelpunkt stehen. Die Methode ermöglichte einen ehrlichen Blick auf bestehende Strukturen und machte sichtbar, wo Vernetzung schon funktioniert – und wo noch Potenzial liegt.

Den inhaltlichen Abschluss bildete eine Einführung in das Thema Green Claims: Der Leitfaden der Österreich Werbung lieferte die Grundlagen, Praxisbeispiele aus Tiroler Destinationen machten die Relevanz für den Alltag der Koordinator:innen greifbar. Das Treffen verdeutlichte, wie eng Kommunikation und Glaubwürdigkeit zusammenhängen – und welche Verantwortung damit für alle im Netzwerk einhergeht.

Mai 2024

Das Netzwerktreffen in Innsbruck eröffnete mit einem Einblick in die Beteiligungsprozesse von Innsbruck Tourismus – und zeigte, wie die Destination ihre Strategie gemeinsam mit der Region und relevanten Akteur:innen entwickelt.

Den inhaltlichen Schwerpunkt bildete ein praxisorientiertes Methodentraining: Die Gruppe lernte drei Beteiligungsformate kennen und erprobte diese direkt anhand konkreter Fälle aus den eigenen Regionen. Das BürgerCafé ermöglichte einen offenen, breiten Austausch und eignet sich besonders, um viele Stimmen gleichzeitig einzubinden. Die Dynamic Facilitation zeigte, wie auch komplexe oder festgefahrene Themen durch gezielte Gesprächsführung in Bewegung gebracht werden können. Der Dialog als dritte Methode vertiefte das Verständnis dafür, wie echtes Zuhören und gemeinsames Denken Beteiligungsprozesse qualitativ bereichern.

August 2024

Beim Mobilitätstreffen des Netzwerks waren die Koordinator:innen eingeladen, eine Mobilitätspartner:in aus ihrer Region mitzubringen – ein Format, das den Austausch gezielt über das Netzwerk hinaus öffnete. Die Gastgeberregionen St. Johann und PillerseeTal stellten sich und ihre laufenden Mobilitätsprojekte vor, ergänzt durch Good-Practice-Einblicke von TVB Serfaus-Fiss-Ladis, TVB Ötztal und dem Tiroler Reiseveranstalter Dödlinger Touristik. Die Mobilitätsstrategie der Tirol Werbung lieferte den übergeordneten Rahmen und zeigte, wie das Thema auf Landesebene gedacht und weiterentwickelt wird. Ein eigener Vortrag widmete sich der Kommunikation der öffentlichen Anreise – und gab praktische Impulse, wie Gäste gezielt und überzeugend zur An- und Abreise mit dem öffentlichen Verkehr informiert werden können.

Auch Partner:innen wie der VVT, die Energieagentur und Flomobil präsentierten ihre Themen in kurzen Pitches, bevor an Thementischen vertieft und gemeinsam weitergedacht wurde.

November 2024

Das Netzwerktreffen im Ötztal widmete sich der Schnittstelle zwischen Tourismus und Landwirtschaft – eröffnet mit einer Vorstellung der Region sowie einem Überblick über die Grundlagen der Tiroler Landwirtschaft als Basis für den gemeinsamen Austausch.

In zwei moderierten Dialogrunden präsentierten sich regionale Initiativen und Akteur:innen: von Eppas Guets und den Genussbotschafter:innen Ötztal über Bewusst Tirol, Tiroler Bauernprodukte und Tiroler Almrind bis hin zu Bio Austria und Kaiserwais – und gaben Einblick, wie lokale Produkte erlebbar gemacht werden. Den Abschluss bildete ein kleiner Wanderausflug zur Jausenstation s'Wiesle, der Natur, Genuss und Vernetzung auf angenehme Weise verband. Bei einer interaktiven Arbeitseinheit diskutierte die Gruppe, wie lokale Produkte in den Regionen besser vermarktet werden können – und wie das gegenseitige Verständnis zwischen Touristiker:innen und Landwirt:innen gestärkt werden kann.

Das Treffen zeigte, wie viel Potenzial in einer engen Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Landwirtschaft steckt – und wie wichtig der persönliche Austausch dafür ist.

März 2025

Das Netzwerktreffen im Kufsteinerland eröffnete mit der Vorstellung der Gastgeberregion und einem näheren Einblick in deren Strategieprozess – ein praxisnahes Beispiel dafür, wie eine Region Nachhaltigkeit strukturiert angeht. Im Mittelpunkt stand ein Workshop zu nachhaltiger Leitbild- und Strategieentwicklung, der die Koordinator:innen mit zentralen Methoden vertraut machte: SWOT-Analyse und Wesentlichkeitsanalyse wurden nicht nur vorgestellt, sondern aktiv erprobt.

Als greifbares Ergebnis des Tages entstand im Nachgang ein Manual zur Erstellung einer regionalen Nachhaltigkeitsstrategie – ein praktisches Werkzeug, das die Koordinator:innen direkt in ihrer täglichen Arbeit einsetzen können. Das Treffen verdeutlichte, wie wertvoll es ist, methodisches Wissen und regionalen Erfahrungsaustausch miteinander zu verbinden.

Juni 2025

Das Netzwerktreffen in der Naturparkregion Reutte beschäftigte sich dem Thema Barrierefreiheit im Tourismus – nach der Vorstellung der Gastgeberregion und einer gemeinsamen Einstiegsrunde passend zum Thema, lieferte der ÖZIV unterschiedliche Perspektiven auf Einschränkungen, rechtliche Grundlagen und schuf ein gemeinsames Verständnis von integrativer Gastfreundschaft. Der Praxisleitfaden „Inklusive Gastfreundschaft" – ein gemeinsames Projekt von Innsbruck, Seefeld, der Regionalmanagement Tirol und ÖZIV – zeigte anschaulich, wie Barrierefreiheit in Destinationen und Betrieben konkret umgesetzt werden kann, ergänzt durch einen Ausblick auf die künftige ÖZIV-Zertifizierung barrierefreier Betriebe.

In einer Gruppenarbeit entwickelten die Koordinator:innen ein Kommunikationspaket und erarbeiteten, wie Barrierefreiheit nach außen verständlich und einladend kommuniziert werden kann. Ein weiterer Schwerpunkt war die Vorstellung eines Konzepts zur Klassifizierung von Wanderwegen für mobilitätseingeschränkte Personen – ein wichtiger Schritt hin zu mehr Orientierung und Verlässlichkeit für Gäste mit besonderen Bedürfnissen.

Den Abschluss bildete eine gemeinsame Begehung eines klassifizierten Wanderweges an der Burg Ehrenberg, die erlebbar machte, was barrierefreier Tourismus in der Praxis bedeutet.

September 2025

Das Netzwerktreffen im Naturparkhaus Kaunertgrat startete mit einer Interviewrunde der drei Geschäftsführungen aus den Gastgeberregionen Tirol West, Kaunertal und Pitztal, die einen persönlichen Einblick in nachhaltige Projekte und erreichte Meilensteine in ihren Regionen gaben. Ein Vortrag zur nachhaltigen Angebotsentwicklung schuf anschließend ein geteiltes Verständnis dafür, was wirksame Erlebnisse ausmacht – und wie bestehende Beispiele aus den drei Regionen dieses Verständnis bereits in der Praxis leben.

Den kreativen Höhepunkt bildete eine Angebotswerkstatt, in der die Koordinator:innen gemeinsam mit Expert:innen neue, innovative Ideen für Angebote in den Themenbereichen Biodiversität, Kultur und regionale Lebensmittel entwickelten.

Den Abschluss des Tages bildete eine Führung durch die Naturparkausstellung „Natur der Vielfalt" – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie ein nachhaltiges Angebot Gäste informiert, begeistert und mit dem Lebensraum verbindet. Das Treffen zeigte, wie viel kreatives Potenzial im Netzwerk steckt – und wie der Austausch zwischen Regionen und Expert:innen neue Impulse für die Angebotsentwicklung schaffen kann. 

Jänner 2026

Beim Netzwerktreffen am Achensee erhielten die Nachhaltigkeitskoordinator:innen Einblicke in die nachhaltige Destinationsentwicklung des Tourismusverbandes – von der strategischen Ausrichtung bis hin zu konkreten Projekten wie Joblife Achensee und dem partizipativen Zukunftsforum. Im Mittelpunkt standen zudem die Herausforderungen der internen Nachhaltigkeitskommunikation und die eng damit verknüpfte Frage der Tourismusakzeptanz in den Regionen.

Eine zentrale Erkenntnis des Tages: Nachhaltigkeit wirkt dann, wenn sie nicht als Zusatzthema behandelt, sondern integrativ in Prozesse, Entscheidungen und Angebote eingebunden wird – nur so können Gäste und Einheimische gleichermaßen erreicht und die regionale Akzeptanz langfristig gestärkt werden.

Ein Spaziergang durch das Karwendelgebirge rundete das Programm ab und gab wertvolle Hintergrundinformationen zum Naturerlebnispfad sowie zur Arbeit der digitalen Naturparkranger:innen im Naturpark Karwendel.

Für eine kleinere Gruppe der Koordinator:innen ging es am zweiten Tag vertiefend weiter – mit einem Fokus auf das Thema Energie, – mit interessanten Inputs von Achenseeschifffahrt, TIWAG und Atoll Achensee.

Mai 2026