

„31 Jahre Kristallwelten bedeuten, dass viele Tirolerinnen und Tiroler mit dem Riesen aufgewachsen sind“, sagt Stefan Isser, Managing Director der Swarovski Kristallwelten. „Er ist Ausflugsziel für Tiroler:innen und Destination für internationale Gäste geworden.“
Der Riese steht für etwas, das die Swarovski Kristallwelten seit ihrer Eröffnung prägt: die Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden, ohne die eigene Identität zu verlieren. „Permanente Verwandlung ist Programm, sie ist in der DNA der Kristallwelten“, so Isser. Ziel sei es von Beginn an gewesen, Kristall mit allen Sinnen erlebbar zu machen. Veränderungen seien dabei jedoch nie Selbstzweck, betont Isser. Neue Ideen würden sorgfältig analysiert, letztlich brauche es aber auch den Mut, neue Wege auszuprobieren. „Hauptsache keine Fehler zu machen, ist die falsche Herangehensweise“, sagt er. Die Herausforderung bestehe darin, die Anziehungskraft des Kristalls immer wieder neu zu interpretieren, ohne den Kern der Marke aus den Augen zu verlieren.
Nach mehreren Erweiterungen folgte 2015 die bislang größte Veränderung der Kristallwelten. Neue Gartenwelten entstanden, der Spielturm wurde eröffnet, das Karussell kam hinzu und das Veranstaltungsangebot wurde deutlich erweitert. Damit öffneten sich die Kristallwelten stärker für Familien und neue Zielgruppen. Diese Ausrichtung auf Kinder als Zielgruppe wurde damals teilweise unterschiedlich bewertet. Die zentrale Frage lautete: „Wie schaut das Spielen der Zukunft aus?“ Die Entscheidung für den Spielturm habe sich schließlich als wichtiger Entwicklungsschritt erwiesen. Die neuen Angebote verlängerten die Aufenthaltsdauer deutlich und machten die Kristallwelten verstärkt zu einem Halb- oder Tagesausflug für Familien.
Stefan Isser selbst begleitete einen großen Teil dieser Entwicklung. Der Innsbrucker kam 1999 zu Swarovski und übernahm 2012 die Geschäftsführung der Kristallwelten. Besonders überrascht habe ihn die steigende Bedeutung von Veranstaltungen und Aktivierungsimpulsen. „Von einem Nice-to-have wurde das zu einer wirtschaftlichen Notwendigkeit“, erklärt Isser. Erlebnisse müssten heute „einzigartiger, digitaler und immersiver“ werden. Die Aufgabe bestehe deshalb darin, die Menschen immer wieder neu zu überraschen – etwa durch Kooperationen wie jene mit Circus Roncalli. Trotz aller Veränderungen bleibt eine Konstante: „Der Riese ist selbst zur Ikone geworden“, sagt Isser. „Er hält seine schützende Hand über die Kristallwelten.“ Während sich rund um ihn vieles verändert, bleibt er das Symbol einer Erlebniswelt, die sich immer wieder neu erfindet.