Die wichtigsten Informationen für Regionen und Betriebe
Florian Phleps, NECSTouR

Tirol Werbung »

Tirol als Zentrum für nachhaltige Tourismusentwicklung

Florian Phleps über die NECSTouR Generalversammlung, die von 21.-24. September 2021 in Alpbach stattfand.

Die NECSTouR versammelte Tourismusfachleute und -praktiker aus ganz Europa zum Thema Nachhaltigkeit im Congress Centrum Alpbach. Florian Phleps, Geschäftsführer der veranstaltenden Tirol Werbung, resümiert das internationale Expertentreffen.

Wie lautet Ihre Bilanz nach vier Tagen NECSTouR?

Es ist eine große Auszeichnung, dass wir diese Fachveranstaltung erstmals bei uns austragen durften. Das bestätigt, welche wichtige Rolle das Thema Nachhaltigkeit im Tiroler Tourismus einnimmt. Zudem hat sich gezeigt, dass die Branche nach der Pandemie überall vor ähnlichen Herausforderungen steht – egal, ob in Spanien oder Lappland, ob am Meer oder in den Bergen.

Wie begegnen Sie diesen Herausforderungen?

Wir waren uns alle einig, dass Nachhaltigkeit ein wesentliches Kriterium für zukünftige Wettbewerbsfähigkeit im Tourismus ist. Das betrifft ein Zusammenspiel aller drei Ebenen – ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit. Wir haben mit unserer neuen Tourismusstrategie Tiroler Weg bereits einen konkreten Leitfaden dafür.

Apropos Tiroler Weg – Sie haben diesen bei der Veranstaltung vorgestellt. Wie war das Feedback?

Die Strategie ist sehr gut angekommen. Vor allem dass es bereits zahlreiche konkrete Umsetzungsbeispiele zum Thema Nachhaltigkeit gibt, hat die Teilnehmerinnen und Teilnehmer überzeugt.

Bahnreisende, Zug
Wöffis – das Wandern mit öffentlichen Verkehrsmitteln – zählt zu jenen nachhaltigen Beispielen aus Tirol, die bei der NECSTouR präsentiert wurden. © Tirol Werbung / Gerhard Berger

Welche Beispiele sind das?

Gerade im Bereich öffentliche Anreise und Vor-Ort-Mobilität sind wir bereits sehr gut aufgestellt. Mit der Initiative Tirol auf Schiene haben wir gemeinsam mit den Bahnpartnern das Angebot seit dem Start 2012 konsequent ausgebaut und verbessert. Ein weiteres Vorzeigebeispiel ist das Projekt Clean Alpine Regions. Dabei werden Tiroler Tourismusregionen unterstützt, Maßnahmen in den Bereichen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Energie umzusetzen. Die NECSTouR selbst war ebenfalls ein Beispiel für gelebte Nachhaltigkeit – von der öffentlichen Anreise bis zu den regionalen Produkten bei der Bewirtung. Hier gilt mein großer Dank dem Tourismusverband Alpbach und dem Congress Centrum Alpbach, die das Thema Nachhaltigkeit schon lange forcieren.

Wie geht’s jetzt weiter?

Das NECSTouR Netzwerk bietet alljährlich eine ideale Möglichkeit, sich auszutauschen und voneinander zu lernen – nächstes Jahr dann in Dänemark. Damit bekommen wir regelmäßig wertvolle Inputs, um unseren Tourismus weiterzuentwickeln. Denn wir wollen Verantwortung übernehmen, damit Tirol attraktiver Lebensraum, begehrter Erholungsraum und zukunftsfähiger Wirtschaftsraum ist.

Über NECSTouR

NECSTouR (Network of European Regions for Competitive and Sustainable Tourism) ist ein Netzwerk von Tourismusdestinationen der Europäischen Union, welches das Ziel verfolgt, gemeinsam das Thema Nachhaltigkeit im Tourismus zu fördern. Seit 2007 bietet NECSTouR die notwendige Verbindung zwischen der regionalen Regierungsebene und der europäischen Ebene. Derzeit besteht das Netzwerk aus 36 europäischen Tourismusdestinationen und 30 assoziierten Mitgliedern (wie Universitäten, Forschungsinstitute, etc.). Mehr auf www.necstour.eu.

Mehr dazu

Lesen Sie auch

Mario Gerber, Interviewsituation

"Wir wollen ein neues Miteinander prägen"

Mario Gerber über geplante Weichenstellungen im neu bestellten Tyrol Tourism Board (TTB).Mehr dazu