Armin Möller, Elektroroller

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Datenexperte mit Hang zum Handwerken

Armin Möller, Leiter Daten & Innovation

Daten sind sein täglich Brot: Armin Möller leitet seit kurzem das Team Daten & Innovation in der Tirol Werbung. War es als Kind noch die Motorsäge, die ihm als Werkzeug diente, so sind es heute relevante Informationen, Daten und Innovationen, die er gemeinsam mit seinem Team dem Tirol Haus zur Verfügung stellt.

Armin Möller

Armin Möller

Wohnort: Inzing

  • Name

    Armin Möller

  • Alter 

    41 Jahre

  • Hobbys

    Familie, Handwerken, Sport nach Lust und Laune, Kochen und Angeln

  • Das mag ich an Tirol

    die vielen Möglichkeiten, das multioptionale Angebot in der Freizeit, beruflich und kulturell, die zentrale Lage in Europa

  • Aufgaben in der Tirol Werbung

    Teamleitung im Team „Daten & Innovation“

Armin Möller

Armin Möller

Wohnort: Inzing

  • Name

    Armin Möller

  • Alter 

    41 Jahre

  • Hobbys

    Familie, Handwerken, Sport nach Lust und Laune, Kochen und Angeln

  • Das mag ich an Tirol

    die vielen Möglichkeiten, das multioptionale Angebot in der Freizeit, beruflich und kulturell, die zentrale Lage in Europa

  • Aufgaben in der Tirol Werbung

    Teamleitung im Team „Daten & Innovation“

Wir beginnen gleich mit der klassischen Frage: Wie hat es dich denn in die Tirol Werbung verschlagen?
Ich hatte schon immer Interesse am Digitalen, deshalb habe ich gleich nach der HTL als technischer Zeichner begonnen und anschließend in der Agentur meines Cousins gearbeitet. Nach fünf Jahren in der Berufstätigkeit habe ich dann begonnen am MCI „Management und IT“ zu studieren. Nach dem Studium hat es mich dann in die Medienbranche gezogen. Ich habe zunächst beim Vorarlberger Medienhaus, dann bei der RMA (Regionalmedien Austria, Anm.) und schließlich bei den Bezirksblättern in Innsbruck gearbeitet. Nach fünf Jahren Bezirksblätter, meine Frau war zu der Zeit schwanger, war es Zeit für mich, mich beruflich umzuorientieren. Ich war auf der Suche nach einem Arbeitgeber, der mehr als nur das Berufliche abdeckt. Die Tirol Werbung hatte für mich schon immer eine große Strahlkraft und zufällig war genau zum richtigen Zeitpunkt eine neue Online-Marketing-Stelle ausgeschrieben, die wie für mich wie geschaffen war.

Diese Online-Marketing-Stelle, in der du angefangen hast, war ja doch etwas ganz anderes, als das was du heute machst.
Ja, als ich hier begonnen habe, war ich für die Online-Marketing-Planung und -Umsetzung der DACH-Märkte verantwortlich. Damals waren die Bereiche Märkte und Content noch mehr getrennt. Im Laufe der Zeit haben wir aber immer enger zusammen­ge­arbeitet und Synergien genutzt. Zuletzt war ich dann ja auch im Content-Team angesiedelt.

Jetzt bist du im neu gegründeten Team „Daten und Innovation“ – was hat sich verändert?
In diesem Team sind wir seit September 2019. Ich habe mich ja im Onlinemarketing zum Schluss ohnehin schon um Adserver, DMP und andere Tools für das Online-Marketing gekümmert. Jetzt ist die Arbeit aufgeteilt: Unser Team Daten und Innovation stellt unter anderem Werkzeuge und Methoden zur Verfügung und das Content Team sowie Markt- und Netzwerk­ma­nagement kümmert sich um die Umsetzung. Wir haben quasi die operativen Agenden getrennt und stellen sicher, dass die benötigen Rahmenbe­dingungen zur Verfügung stehen.

Du hast ja kürzlich sogar die Leitung dieses Teams übernommen. Wie geht es dir denn in deiner neuen Rolle?
(lacht) Es ist neu, es ist spannend, es macht riesig Spaß. Ich darf von meinem Vorgänger Patricio Hetfleisch ein spitzen und hochmotiviertes Team übernehmen. Mir geht es dabei sehr gut und ich arbeite daran, die Funktion der Teamleitung möglichst schnell auch voll ausfüllen zu können.

Armin Möller, Wandertag, Julia Vögele, Christian Klingler

Wie würdest du allgemein die Aufgaben deines neuen Teams beschreiben?
Ich würde sagen, wir sind eine Servicestelle im Haus für allen touristischen und datengetriebenen Belangen. Es geht darum, relevante Informationen, Daten und Innovationen für das Haus, unsere Stakeholder zur Verfügung zu stellen und zu schauen, dass sie Nutzung finden. Die Entwicklungen in unserem Bereich sind sehr schnell und tauchen teils sehr kurzfristig auf. Wir versuchen bestmöglich am Ball zu bleiben und den größtmöglichen Mehrwert herausarbeiten zu können.

Man merkt schon, Daten spielen bei euch eine Schlüsselrolle…
Ja, eines meiner Lieblingsmotto lautet ja „Traue nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“. In diesem Spruch steckt sehr viel Wahrheit. Am Anfang liegen unbearbeitete Rohdaten vor, die dann im Laufe der Bearbeitung Ergebnisse liefern, und zwar interessan­terweise gerne auch das, was du hören möchtest. Deshalb ist es extrem spannend, wie man mit diesen Daten umgeht, wie man sie im Kontext bewertet und analysiert. Aber auch gefährlich, weil Daten sehr viel Macht bergen. Wir bewegen uns derzeit stark in Richtung datengetriebene Entscheidungen und das ist auch gut. Gleichzeitig müssen wir uns immer intensiver mit der Interpretation beschäftigen und die richtigen Fragen stellen, um letztendlich zur richtigen Antwort zu kommen.

Bleiben wir kurz beim Thema Daten. Der Datenschutz ist ja ein sehr zweischneidiges Thema: Im Marketing durchaus hinderlich, privat eher hilfreich. Wie siehst du das?
Beruflich ist es tatsächlich eine Hürde, man könnte da nämlich noch viel mehr machen, als man darf. Als Privatperson ist mir der Datenschutz aber sehr wichtig. Die DSGVO ist meiner Meinung nach wichtig und richtig. Die Onlinemarketing-Branche stöhnt zwar darunter, entwickelt sich aber durch die Notwendigkeit, Lösungen finden zu müssen, unglaublich schnell weiter und das ergibt oftmals wieder neue spannende Projekte und Fragen für uns im Team.

Kommen wir von den Daten zur Innovation. Innovation ist zwar ein sehr geläufiger Begriff, kann aber ganz unterschiedlich interpretiert werden. Was bedeutet er denn für dich?
Managen bedeutet für mich in die Vergangenheit zu sehen, daraus zu lernen und begangene Fehler zu vermeiden und zu optimieren. Das ist essentiell für unser Tagesgeschäft und enorm wichtig, um überhaupt auch in die Lage zu kommen innovativ agieren zu können. Wenn ich zusätzlich auch nach vorne schaue, Themen, Trends, Potentiale erkenne oder selbst initiiere, dann bin ich innovativ. Dazu gehört auch, Mut zu zeigen und Wege zu beschreiten, die man noch nicht kennt. Das in die Zukunft Gerichtete und der Mut, Dinge anzusehen und zu probieren, ist für mich Innovation.

Ist die Tirol Werbung innovativ?
Ja, schon, weil wir auch immer wieder den Mut haben, neue Wege zu beschreiten. Beispielsweise haben wir uns im Bereich der Kampagnen von Markt- hin zu Themenkampagnen entwickelt und entwickeln uns jetzt weiter zu Zielgrup­pen­kampagnen. Auch in der Corona-Krise hat sich die Tirol Werbung sehr stark präsentiert und neue Aufgaben übernommen und abgewickelt. Vielleicht hat das auch irgendwie mit dem Blick über den Tellerrand zu tun. Wir sehen, wo wir einen Mehrwert schaffen können, wo wir Impulse setzten können und werden aktiv.

Und wie sieht die Zukunft im Bereich Daten und Innovation aus? Welche Herausforderungen stehen an?
Der Bedarf nach datengetriebenen Tools und Entscheidungen wird sicher weiterhin steigen, das müssen wir als Team abdecken. Da ist massiv Know-How in Sachen Daten abholen, aufbereiten und analysieren gefragt, dafür braucht es Profis in Sachen Data Science und Data Engineering. Umso mehr wir uns weiterentwickeln, umso qualitativ hochwertiger und vielseitiger wird unser Output. „Klassische“ Marktforschung verschmilzt immer enger mit digitalen Möglichkeiten. Dadurch ergeben sich komplett neue Betätigungsfelder und Fragestellungen. Die Anforderungen werden sicher vielschichtiger und ich gehe davon aus, dass der Bedarf in der Tirol Werbung und in der Lebensraum Tirol Holding weiterwächst.

Armin Möller, Radfahren, Tochter

Nun hat sich ja die Tirol Werbung im letzten Jahr auch strukturell weiterentwickelt – Stichwort interdisziplinäre Zusammenarbeit. Wie erlebst du diese Entwicklung?
Ich finde, wir gehen da definitiv in die richtige Richtung. Ich bin derzeit in vier interdis­zi­plinären Teams – auch als Initiati­venleiter. Ich gebe zu, ich war am Anfang skeptisch. Aber man soll nicht immer an der Vergangenheit hängen und ich bin überzeugt, dass diese Art der Zusammenarbeit zukunftsweisend ist, wenn auch komplexer. Aber so bekommt man eine gesamthafte Betrachtung zu Themen und kann Synergien viel besser nutzen. Aber: ein interdis­zi­plinäres Team ist nicht die Antwort auf alle Fragen. In manchen Dingen braucht es dann doch einen Fachexperten.

Gehen wir weg vom Berufsleben. Wie erlebt man eigentlich als langjähriger Tirol Werber, der sich noch dazu um das touristische Angebot kümmert, das Land?
Definitiv anders, intensiver. Ich komme ja allein beruflich an Ecken, wo ich privat nie hinkommen würde – zum Start meiner Zeit in der Tirol Werbung war ich etwa das erste Mal im Lechtal. Man lernt ganz viele andere Ecken kennen, ganz viele Originale. In der Zusammenarbeit mit verschiedenen Menschen aus unterschiedlichen Regionen merkt man die Vielseitigkeit von Tirol, das macht es irrsinnig spannend. Wenn du mit einem Partner aus dem TVB redest, ist das wie früher, als die Touristiker den Gästen noch persönlich die Highlights der Region gezeigt haben.

Also bist du auch privat der erste Ansprechpartner für Wandertipps?
(lacht) Ja tatsächlich werde ich immer wieder nach Wanderkarten gefragt. Man muss ja über das Angebot Bescheid wissen. Auch der ein oder andere Wandertags­vorschlag kam von mir.

Und da Surfen in Portugal ja momentan eher schwierig ist: Was wäre denn dein Traumreiseziel in Tirol?
Hmm, das ist schwierig. Osttirol gefällt mir sehr gut, da war ich auch ein Jahr lang Zivi. Landschaftlich finde ich aber auch den „Koasa“ (Wilder Kaiser, Anm.) unglaublich schön, oder das Karwendel. Geneell einfach die Berge!

Gut und zum Schluss noch eine ganz andere Frage: Was wolltest du denn als Kind werden?
(überlegt) Gute Frage, das ist schon so lange her. (lacht) Ich glaube, ich wollte Arzt werden. Ich wollte immer den Menschen helfen.

Armin Möller, Meer, Tochter
© privat
Armin Möller, Skifahren
© privat
Armin Möller, Radfahren, Ehrenberg
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Armin Möller, Radfahren, Tochter
© privat

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