Nur rund 19 % der Landesfläche Tirols sind landwirtschaftlich nutzbar. Trotzdem – oder gerade deshalb – ist die Landwirtschaft eng mit dem Tourismus verknüpft: Gepflegte Almen, bewirtschaftete Bergwiesen und regionale Lebensmittel prägen, was Gäste in Tirol erleben.
Grundlage dafür ist eine jahrtausendealte Wirtschaftsform: die Berg- und Almwirtschaft. Sie hat die Tiroler Kulturlandschaft über Generationen geformt – und tut das bis heute.
Kulturlandschaft & Almwirtschaft: Almen sichern nicht nur Lebensmittelproduktion, sondern auch Biodiversität und Schutz vor Muren und Lawinen – und erhalten damit die Landschaft, die für den Tourismus zentral ist.
Regionalität & Wertschöpfung: Die Nachfrage nach regionalen, saisonalen Lebensmitteln ist hoch – bei Gästen wie Einheimischen. Für viele landwirtschaftliche Betriebe ist der Tourismus dadurch eine wichtige zusätzliche Einkommensquelle.
Herausforderungen
- Kleinstrukturierte Betriebe: Topografie und begrenzte Flächen machen es vielen Höfen unmöglich, allein von der Landwirtschaft zu leben. Zusatzeinkommen durch Urlaub am Bauernhof, Direktvermarktung oder eigene Verarbeitung helfen Betrieben, ihre wirtschaftliche Basis zu verbreitern.
- Steigende Erwartungshaltung: Regionalität und Tierwohl sind kein Nischenthema mehr – Gäste setzen ein entsprechendes Angebot voraus.
- Wechselseitige Abhängigkeit: Tourismus und Landwirtschaft profitieren voneinander – von zusätzlichen Absatzmöglichkeiten für Betriebe bis zu authentischen Erlebnissen für Gäste. Fehlt die Landwirtschaft, fehlt auch ein Teil dessen, was Tirol touristisch ausmacht.
Tirols Antwort darauf: Tiroler BergKulinarik
In der Tiroler BergKulinarik bündeln die Agrarmarketing Tirol, Tirol Werbung und der Tiroler Kochverband ihre Kräfte. Die Tiroler BergKulinarik entsteht dort, wo nachweisbar heimische Produkte, traditionelle und zeitgemäße Gerichte sowie authentische Bergerlebnisse nachhaltig und qualitätsvoll inszeniert werden. Produkt, Handwerk, Herkunft, Atmosphäre und Geschichte wirken zusammen. Der Bezug zu Berg und Stein wird für Gäste sichtbar und spürbar – auf dem Teller, im Raum und im Storytelling. So wird der Berg Teil des kulinarischen Erlebnisses.
