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Dietlinde Koch, Ferienmesse Wien

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Wiederholungstäterin im besten Sinne

Dietlinde Koch, Unterstützung Tirol Info

Dass sie einmal vierzig Jahre in der Tirol Werbung arbeiten würde, hätte sich Dietlinde Koch wohl nicht gedacht. Sie hat zahlreiche Chefs, Teamleiter, Struktur- und sogar Standortwechsel miterlebt, bevor sie dann 2017 in die wohlverdiente Pension ging. Lange hat sie es dort nicht ausgehalten, schon zwei Jahre später kam sie als Unterstützung zurück. Sehr zur Freude ihrer Kolleginnen und Kollegen, die nicht nur ihre herzliche Art, sondern auch den legendären Eierlikör schon vermisst haben.

Eckard Speckbacher

Dietlinde Koch

Wohnort: Innsbruck

  • Name

    Dietlinde Koch

  • Alter 

    64 Jahre

  • Hobbys

    Spazieren im Winter, Schwimmen und Genuss-Radfahren im Sommer, Fitnessstudio, Musik, Fremdsprachen, Theater, Konzerte, Kino, mit Freunden und Familie treffen, Lesen, Reisen und meine Katzen

  • Das mag ich an Tirol

    die Natur und Berge, die Kulisse, die gute Luft, das Wasser, dass es nicht so großräumig und doch vielfältig ist

  • Bei der Tirol Werbung seit

    1977

  • Aufgaben in der Tirol Werbung

    Unterstützung der Tirol Info

Eckard Speckbacher

Dietlinde Koch

Wohnort: Innsbruck

  • Name

    Dietlinde Koch

  • Alter 

    64 Jahre

  • Hobbys

    Spazieren im Winter, Schwimmen und Genuss-Radfahren im Sommer, Fitnessstudio, Musik, Fremdsprachen, Theater, Konzerte, Kino, mit Freunden und Familie treffen, Lesen, Reisen und meine Katzen

  • Das mag ich an Tirol

    die Natur und Berge, die Kulisse, die gute Luft, das Wasser, dass es nicht so großräumig und doch vielfältig ist

  • Bei der Tirol Werbung seit

    1977

  • Aufgaben in der Tirol Werbung

    Unterstützung der Tirol Info

Du bist mittlerweile die längstdienende Tirol Werberin. Magst du mir kurz erzählen, wie lange du schon dabei bist und wie deine TW-Laufbahn ausgesehen hat?

Ich bin 1977 nach dem Tourismuskolleg als Praktikantin in die Tirol Werbung gekommen und danach gleich fix geblieben. In den ersten beiden Jahren hat es mir noch nicht so gut gefallen und ich wollte dann eigentlich an der Uni weiterstudieren. Dann habe ich meine Tochter bekommen und bin geblieben – immer in Vollzeit. Damals waren wir noch ein Teil der Landesregierung, da gab es keine Teilzeitstellen – da haben es die heutigen Mütter besser. Gerade bei der Tirol Werbung gibt es die tolle Möglichkeit, nach der Karenz in eine passende Teilzeitstelle wiederzukommen.

Du bist also bei der Tirol Werbung geblieben. Welche Stationen hast du denn da durchlaufen?

Ja, ich bin bis 2017 geblieben und habe einige Chefs und sogar eine Übersiedlung mitgemacht. Ich habe zuerst in der Presseabteilung gearbeitet, dann in der Marktforschung und war dann in den letzten zehn Jahren in der Info. Die Arbeit in der Marktforschung habe ich auch sehr gerne gemocht, obwohl ich eigentlich eher sprachlich-musisch begabt bin. Irgendwann bin ich dann langsam in die Info geschlittert. Dort habe ich ja 1977 angefangen und damals dachte ich, das wäre auf Dauer nichts für mich. Die Leute sind früher wirklich noch zur Tür reingekommen. Aber das hat sich ja stark geändert – die Arbeit wurde vielfältiger. Das hat mir sehr gut gefallen – vor allem, weil ich meine Sprachkenntnisse nutzen konnte.

2017 bist du also eigentlich in Pension gegangen. Wie kommt es, dass du jetzt wieder bei der Tirol Werbung arbeitest?

Martin (Reiter, Leiter Unternehmensdienstleistungen, Anm.) und Eckard (Speckbacher, Leiter Content- & Community Management, Anm.) haben mich angerufen und gefragt, ob ich bei Teamsitzungen und dem Journaldienst aushelfen möchte. Ich habe nicht lange überlegen müssen – nicht einmal darüber schlafen musste ich! Die Tirol Werbung ist einfach ein Teil meiner Familie. Mit dem neuen Team komme ich super aus und solange ich geistig fit bin, mache ich das gerne!

Was hat sich in dieser Pause verändert?

Es hat sich sehr viel verändert. Die Lebensraum Tirol Holding hat sich gebildet – als ich gegangen bin, war ja noch Josef (Margreiter, ehem. GF der Tirol Werbung, jetzt GF der Lebensraum Tirol Holding, Anm.) mein Chef. Auch in der TW hat sich einiges in Sachen Umstrukturierung getan. Es war schon sehr vieles neu – etwa die Laptops, das Telefonsystem und vor allem gab es zahlreiche neue Mitarbeiter.

 

Dietlinde Koch, Ingrid Schneider, Tourismusforum
"Die Tirol Werbung ist wie Familie", sagt Dietlinde (l.), hier mit Ingrid Schneider beim Tourismusforum 2012. © Tirol Werbung

Als du angefangen hast, war die Struktur der Tirol Werbung ja noch ganz eine andere. Wie war es denn damals im Vergleich zu heute, in der TW zu arbeiten?

Es war vor allem ziemlich bürokratisch. Wir waren zu Beginn ein Teil des Amtes der Landesregierung und am Bozner Platz stationiert. Für jeden Antrag musste ein Laufkuvert ins Landhaus gebracht werden – dort waren nämlich Personalabteilung und Buchhaltung untergebracht. Auch sonst war die Arbeit ganz anders: wir schrieben auf Kugelkopfschreibmaschinen mit Durchschlag, gaben den Schneebericht mit Lochstreifen ein und das ging dann mit Matrizen an die TVBs raus. Was heute der Newsletter ist, war damals ein Rundschreiben an die Fremdenverkehrsverbände. Das war eine Mordsvorbereitung: Damals gab es noch 254 TVBs und jeder Brief musste händisch eingesackelt werden. Das erste Fax war für uns, als wären wir auf dem Mond gewesen (lacht).

Wir bleiben noch bei den Veränderungen: Was war für dich die gravierendste Änderung, die du miterlebt hast?

Die erste große Veränderung war, als wir aus der Landespolitik „rauskristallisiert“ wurden und 1989 privatisiert wurden. Die zweite Veränderung war die Ära von Dr. Braun (Andreas, ehem. GF der Tirol Werbung, Anm.). Das war die Zeit, in der die Piefke Saga war und die Kampagne „Starkes Land“ entstanden ist. Das wurde zuerst stark von der Basis angefeindet, aber ein paar Jahre später hochgelobt. Die Geierwally, der Mann mit nacktem Oberkörper oder das Schwarz-Weiß-Poster mit dem Mann mit seinem Enkel und dem Christbaum sind noch heute sehr, sehr gefragt. Dr. Braun war ein Vordenker.

Bist du jemand, der sehr leicht mit Veränderung umgehen kann?

Eigentlich schon, weil ich mit vielen Veränderungen aufgewachsen bin. Ich bin zwar kein Fan von neuen Medien – das überlasse ich lieber meinen Kolleginnen – aber ich kann mit dem Computer alles machen. Privat ist mir meine Zeit für Social Media zu schade, da brauche ich es nicht unbedingt.

Seit fast zwei Jahren beschäftigt uns jetzt die Corona-Krise. Hast du in deiner Zeit bei der Tirol Werbung etwas Vergleichbares erlebt? Wie erlebst du diese Zeit jetzt gerade?

Nein, das ist einmalig, so etwas hat es noch nie gegeben. Am Anfang habe ich schon gebraucht, bis ich da reingekommen bin. Home Office hat es früher nie gegeben. Aber seit September bin ich jetzt auch immer dienstags daheim und freitags im Büro, damit ich die Leute sehe. Der Arbeitsablauf ist zuhause zwar nicht beeinträchtigt, aber ich freue mich immer, wenn ich dann Menschen treffe. Das ist schon ein anderes Arbeiten, Mir fehlt sonst der Flow und das Persönliche.

Dietlinde Koch, Ronda
Olé! Reisen gehört zu Dietlindes großen Leidenschaften - hier erkundet sie gerade Ronda in Andalusien. © privat

Wie würdest du die Tirol Werbung als Arbeitgeber beschreiben?

Ich empfinde die Tirol Werbung als Top-Arbeitgeber – auch früher schon, wenn auch vielleicht nicht in den ersten Jahren. Die Tirol Werbung bietet tolle Möglichkeiten und hat meistens die richtigen Mitarbeiter gefunden. Nicht nur vom Fachlichen her, sondern einfach Leute, die dazu passen. Es herrscht ein tolles Miteinander, jeder wird gehört – ein richtiger Vorzeigebetrieb. Gerade jetzt auch mit der Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten – das macht schon viel aus.

Als ich neu hier angefangen habe, wurde mir von deinem „legendären Eierlikör“ erzählt. Was hat es denn damit auf sich?

Vor etlichen Jahren habe ich immer „selbstgebrauten“ Eierlikör mitgebracht, nach der Weihnachtsfeier am Freitag. Da waren zwar wenige Leute im Büro, aber wir haben uns dennoch getroffen. Jemand hat dann noch immer Fleischkassemmel geholt und dann haben wir zu Mittag immer angestoßen. Das hat sich irgendwie so eingebürgert (lacht).

Jetzt noch eine abschließende Frage. Nach so vielen Jahren Erfahrung: Was würdest du jungen Tirol Werber:innen mit auf den Weg geben?

Die Jungen sind heute fachlich sehr gut ausgebildet und haben fast alle ein Studium. Was ich ihnen aber raten würde: sich nicht zu viel stressen lassen, auch nicht von den neuen Medien. Außerdem sollten wir alle den gemeinsamen Blick für das Wesentliche für den Tourismus und den Standort behalten und dabei auch die Bedürfnisse der Gäste nicht vergessen. Und in erster Linie: Viel Freude bei der Arbeit haben!

Dietlinde Koch, Enkel, Kleiner Prinz
Gleich zwei "kleine Prinzen" haben sich auf dem Foto versteckt: Einer aus Filz und Dietlindes kleiner Enkel Valerio. © privat
Dietlinde Koch, London Daily Mail Show
Von ihren Anfängen bei der Tirol Werbung kann Dietlinde viel erzählen. Zu ihren Aufgaben zählte unter anderem die Pressebetreuung. © privat

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