Martin Reiter, Serfaus, Hög

Tirol Werbung » Unternehmen » Porträts »

Frischer Wind in den Unternehmensdienstleistungen

Martin Reiter, Leiter Unternehmensdienstleistungen

Den Oberländern sagt man ja mitunter nach, eher verschlossen und engstirnig zu sein. Diesem Klischee entspricht der "Tårreter" Martin Reiter allerdings gar nicht. Gesellig, freundlich und zielstrebig  bringt er frischen Wind in die Unterneh­mens­dienst­leistungen. Als damals quasi frisch von der Schulbank in die Tirol Werbung kam, hätte er sich wohl noch nicht gedacht, dass er irgendwann als Bereichsleiter und Prokurist enden wird. Wie es ihm damit geht, hat er im Interview verraten.

Martin Reiter

Martin Reiter

Wohnort: Tarrenz

  • Name

    Martin Reiter

  • Alter 

    37 Jahre

  • Hobbys

    gemeinsame Zeit mit Familie, Vereine Musikkapelle Tarrenz und Altherren FC Tarrenz, Ski fahren, Rad fahren 

  • Das mag ich an Tirol

    die Menschen, die Berge, die Tradition, die Natur

  • Aufgaben in der Tirol Werbung

    Leitung der Unternehmensdienstleistungen (Personal, IT, Finanzen, Logistik & Infrastruktur), Prokura, Bündelung der Synergien mit der Lebensraum Tirol Gruppe

Martin Reiter

Martin Reiter

Wohnort: Tarrenz

  • Name

    Martin Reiter

  • Alter 

    37 Jahre

  • Hobbys

    gemeinsame Zeit mit Familie, Vereine Musikkapelle Tarrenz und Altherren FC Tarrenz, Ski fahren, Rad fahren 

  • Das mag ich an Tirol

    die Menschen, die Berge, die Tradition, die Natur

  • Aufgaben in der Tirol Werbung

    Leitung der Unternehmensdienstleistungen (Personal, IT, Finanzen, Logistik & Infrastruktur), Prokura, Bündelung der Synergien mit der Lebensraum Tirol Gruppe

Du hast den Bereich Unternehmensdienstleistungen sukzessive von deinem Vorgänger Alois Thurner übernommen, seit 1.1.2020 leitest du die Unternehmensdienstleistungen offiziell. Wie geht es dir mit deiner neuen Herausforderung?

Soweit geht es mir sehr gut. Ich muss aber dazu sagen, dass es schon eine große Herausforderung war. Denn auch wenn ich meine neue Aufgabe offiziell am Anfang des Jahres übernommen habe, war der tatsächliche Übergang zu dem Zeitpunkt, als Alois in Pension ging – und da waren wir coronabedingt schon alle im Home Office. Somit steht auch eine ordentliche Verabschiedung von Alois noch aus. Aber abgesehen davon ist es eine spannende, herausfordernde Arbeit, die ich sehr gerne mache.

Man kann schon sagen, dass du in große Fußstapfen trittst, Alois war immerhin so etwas wie ein Urgestein der Tirol Werbung. Was möchtest du denn anders machen als dein Vorgänger und was möchtest du so beibehalten?

Ich hatte eine relativ lange „Einlernungsphase“ und Alois hat mir bereits in dieser Zeit die Möglichkeit gegeben, meine eigenen Ideen und Vorstellungen einzubringen. So hatte ich auch beispielsweise auch beim neuen Budgetprozess meinen Input geben. Auch in Zukunft möchte ich zur Weiterentwicklung des Unternehmens beitragen und die Aufgaben auf meine Art neu angehen. Ich bin dabei auch in enger Abstimmung mit der Strategie- und Organisationsentwicklung. Diese Verknüpfung von Organisation- und Mitarbeiterentwicklung hat es in dieser Form auch davor ja noch nicht gegeben.

Du hast dir ja eine spannende Zeit für deine neue Aufgabe ausgesucht. Was denkst du – welche Auswirkungen wird die Corona-Situation auf das Unternehmen im Bezug auf Home-Office, Digitalisierung usw. haben?

Wir konnten auf jeden Fall aus dieser besonderen Situation lernen. Immerhin mussten wir alle Mitarbeiter vom einen auf den anderen Tag ins Home Office schicken. Ich hätte nie gedacht, dass das so reibungslos funktioniert. Wir haben gemerkt, dass man den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu 100% vertrauen kann, dass sie ihre Arbeit eigenverantwortlich erledigen – egal ob von zuhause aus oder in der Firma. Auch in Bezug auf die Digitalisierung gab es für uns einen Lerneffekt. Da haben wir definitiv noch Aufholbedarf in technischer Hinsicht. Ein großes Ziel für heuer lautet daher, die Tools für die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu verbessern und uns in dieser Hinsicht für die Zukunft zu rüsten.

Martin Reiter, Rasenmähen

Stichwort Home Office: Die Tirol Werbung arbeitet momentan von zu Hause aus – auch die Führungskräfte. Wie ist deine Erfahrung damit?

Ich war ehrlicherweise überrascht, welche Vorteile das Arbeiten von zuhause aus mit sich bringt. Ich spare mir dadurch jeden Tag zwei Stunden pendeln. Die gewonnene Zeit investiere ich natürlich ausschließlich in die Arbeit (lacht). Aber im Ernst – mir sind in dieser Zeit wirklich auch die Vorteile des Home Offices bewusst geworden. Und ich glaube, dass es vielen Kollegen und Kolleginnen gleich ergangen ist. Wobei es aber auch sein kann, dass so mancher draufgekommen ist, dass Home Office eben nicht das Richtige für sie oder ihn ist.

Weg vom Corona-Thema. Wie sah dein Weg vor der Tirol Werbung aus? Hättest du dir gedacht, dass du einmal in dieser Position landest?

Mein Weg vor der Tirol Werbung war relativ kurz: Volksschule, Hauptschule, HAK, Bundesheer und zack – war ich schon bei der Tirol Werbung (lacht). Ich habe mich damals als Buchhalter beworben, aber erst als ich dann angefangen habe, wurde mir bewusst, wie toll die Tirol Werbung eigentlich als Arbeitgeber ist. Dass ich dort lande wo ich heute bin, hätte ich mir niemals gedacht. Ich glaube, das macht das Unternehmen so attraktiv: die Chance, sich zu weiterzuentwickeln – in meinem Fall vom Buchhalter zum Bereichsleiter und Prokuristen.

War das immer schon dein Berufswunsch?

Nun, meine Mama war Buchhalterin, mein Papa war Buchhalter – also war wohl klar, dass ich auch irgendwann in ihre Fußstapfen trete (lacht).

Was hat sich für dich verändert, seit du die Bereichsführung übernommen hast? Fühlst du dich wohl in deiner neuen Rolle?

Es war schon herausfordernd, im Team als Führungskraft einberufen zu werden, aber eigentlich funktioniert es sehr gut. Alois hat den Nachfolgeprozess – wie immer – sehr gut geleitet. Es wurde schon früh kommuniziert, dass ich an seine Stelle trete und dementsprechend war ich auch immer eingebunden. Natürlich kann ich immer wieder etwas dazulernen und das möchte ich auch, aber alles in allem funktioniert es sehr gut.

Einen Teil deiner Tätigkeit macht das Personalmanagement aus: Worauf kommt es für dich bei Bewerbungsgesprächen an? Worauf achtest du besonders?

Neben dem fachlichen Aspekt ist mir besonders die Persönlichkeit wichtig. Ich schaue immer, wie gut der Bewerber bzw. die Bewerberin zum Unternehmen und unserer Kultur passt und ob das Herz für Tirol schlägt. Deshalb ist mir auch das Hearing so wichtig, wenn ich die Menschen dann persönlich kennenlerne.

Kann man das wirklich nach einem bzw. zwei Bewerbungsgespräche schon sagen?

Ja. Eigentlich kann man das sogar schon sagen, wenn man den Kandidaten bzw. der Kandidatin im Tirol Shop abholt, und sich bis zu den Besprechungsräumen mit ihm bzw. ihr unterhält. Da in dieser Situation die Atmosphäre noch nicht einem Bewerbungsgespräch ähnelt, erhält einen entsprechenden ersten Eindruck des Bewerbers bzw. der Bewerberin.

Wenn du an die nächsten Monate/Jahre denkst – wo liegen da deine Herausforderungen in deinem Bereich?

Eine große Herausforderung ist sicher, in Sachen Personalmanagement am Puls der Zeit zu bleiben. Wir befinden uns in einer „neuen Arbeitswelt“ und auf uns wartet eine neue Generation an Bewerbern und Bewerberinnen, die Generation Z. Wir müssen also für ihre Ansprüche und Anforderungen gewappnet sein. Dazu kommen natürlich auch die Finanzen, die immer gesichert sein müssen.

Zum Schluss noch eine ganz andere Frage: Wenn du jemanden ein Reiseziel in Tirol empfehlen müsstest: welches würdest du ganz spontan wählen?

(überlegt). Das Gurgltal. Es ist vielleicht nicht das erste Reiseziel in Tirol, aber unter unserer Ortsteil-Tafel hängt ein Schild, auf dem steht: „Erholungsort“. Ich finde, das trifft es sehr gut – es ist der richtige Platz zum Entschleunigen.

Martin Reiter, Sohn
© privat
Martin Reiter, Familie
© privat
Martin Reiter, Skifahren
© privat

Weitere Porträts

Ingrid Schneider

Neue Aufgaben

Ingrid Schneider

Leiterin Geschäftsfelder

zum Interview
Patricio Hetfleisch

Quereinsteiger mit Händchen für Kommunikation

Patricio Hetfleisch

Leiter Marketing & Kommunikation

zum Interview