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Klaus Brunner, Esel, Nicaragua

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Zwischen Kiachl und Ceviche

Klaus Brunner, Content- und Communitymanagement

Mittlerweile wieder ein echter "Reitherer" aus dem Alpbachtal, war Klaus Brunner lange in Nicaragua in der Entwicklungs­zu­sam­menarbeit tätig, bevor er zurück nach Tirol und damit zur Tirol Werbung gekommen ist. "Das K" heißt nicht nur sein Kultur-Podcast, mit diesem Buchstaben beginnt auch vieles, was er gern mag: Kiachl, Kultur, Kulinarik und Kreativität. 

Klaus Brunner

Klaus Brunner

Wohnort: Reith im Alpbachtal

  • Name

    Klaus Brunner

  • Alter 

    37 Jahre

  • Hobbys

    Zeit mit Familie und Freunden, Reisen, Snowboarden, Skifahren, Wandern

  • Das mag ich an Tirol

    die Lebensqualität, die Natur und die Berge, das Essen, die Eigenart(igkeiten) von Sprache, Kultur und Mentalität

  • Aufgaben in der Tirol Werbung

    Textproduktionen, Redaktionsplanung kultur.tirol, willkommen.tirol und sichere-gastgeber.tirol (Covid-19-Kommunikation), regelmäßige Abstecher in Richtung Videoschnitt/​Social Media

Klaus Brunner

Klaus Brunner

Wohnort: Reith im Alpbachtal

  • Name

    Klaus Brunner

  • Alter 

    37 Jahre

  • Hobbys

    Zeit mit Familie und Freunden, Reisen, Snowboarden, Skifahren, Wandern

  • Das mag ich an Tirol

    die Lebensqualität, die Natur und die Berge, das Essen, die Eigenart(igkeiten) von Sprache, Kultur und Mentalität

  • Aufgaben in der Tirol Werbung

    Textproduktionen, Redaktionsplanung kultur.tirol, willkommen.tirol und sichere-gastgeber.tirol (Covid-19-Kommunikation), regelmäßige Abstecher in Richtung Videoschnitt/​Social Media

Auch bei dir würde ich gerne mit der Frage beginnen, wie du denn zur Tirol Werbung gekommen bist?
Ich war lange für die österreichische Entwicklungs­zu­sam­menarbeit in Nicaragua tätig. Ein halbes Jahr bevor mein Auslandseinsatz zu Ende ging, habe ich begonnen, mich hierzulande für Jobs zu bewerben. Über einen Studienfreund bin ich dann auf die Stelle in der Tirol Werbung gekommen und hatte dort mit Alois (Thurner, ehem. Personalchef, Anm.) ein Skype-Bewerbungs­gespräch – für ihn war es das erste überhaupt. Das hat super geklappt, ich habe die Stelle genommen und meine Entscheidung noch nie bereut.

Wie war das denn genau in Nicaragua? Was hast du dort gemacht?
Ich habe dort für die NGO Horizont3000 gearbeitet. Das Themenfeld der Organisation reicht von der Finanzierung von Universitäten, Lehrerausbildung, nachhaltige Landwirtschaft bis hin zu Anpassung an den Klimawandel. Bei mir ging es um die Kommunikation. Ich war da in sehr entlegenen Winkeln an der Karibik-Küste Nicaraguas und auch im Nachbarland El Salvador im Einsatz. Das sind sehr arme Gegenden mit schlechter Infrastruktur. Aber auch dort gibt es Radio-Empfang und Handys mit Internet. Diese Formen der Kommunikation werden von lokalen Organisationen für Kampagnen zu verschiedenen Themen genutzt. Ich habe dort in den Bereichen Radio und später auch Video in der Ausbildung gearbeitet. Im Laufe der Zeit ging es aber dann immer mehr darum, die Arbeit, die wir machen für die europäischen Geldgeber zu dokumentieren. Deshalb habe ich dann damit begonnen, Video-Reportagen über die Projekte zu gestalten. Und nebenbei habe ich als freier Journalist Beiträge aus Mittelamerika für verschiedene österreichische Medien produziert.  

Das ist ja doch ganz etwas anderes als die touristische Kommunikation, die du jetzt machst oder gibt es da auch Überschneidungen?
Bei meiner Arbeit in Mittelamerika ging es um sehr „harte“ Themen. Deshalb fand ich es nach sieben Jahren auch angenehmen und befreiend, mich für die Tirol Werbung mit den angenehmen Seiten des Lebens zu beschäftigen. Wobei ich aber auch in Nicaragua versucht habe, die schönen Aspekte zu thematisieren. Davon abgesehen kann ich gut hinter dem Tourismus stehen. Viele Kritiker neigen dazu, alles schlecht zu machen. Das ist ein Wohlstandssymptom, denn die Leute übersehen, dass der Tourismus in Tirol sehr viel zum Positiven gewandelt hat. Einerseits was die Offenheit und Mentalität betrifft, andererseits natürlich die Wirtschaft. Manche nehmen das für gegeben, da fehlt oft die Wertschätzung.

Hilft dir dein journalistischer Hintergrund bei deinem jetzigen Job?
Ja, ich habe ja auch schon während meines Studiums an der Uni Salzburg nebenbei als freier Journalist beim ORF Salzburg gearbeitet. Das finde ich auch cool an der Tirol Werbung, diese journalistisch-redaktionelle Zugangsweise zur Werbung. Wir gestalten die Texte so objektiv wie möglich und haben dabei keine Scheuklappen auf.

Woher holst du dir die Inspirationen für deine Texte?
Wichtig ist, viel lesen, informiert sein und in vielen Kanälen stöbern, um ein möglichst breites Bild vom Land und darüber hinaus zu gewinnen. Und natürlich mit den Leuten reden.

Was ist mit Schreibblockaden? Gibt es so etwas bei dir?
Nein, dafür habe ich keine Zeit (lacht). Nein, das habe ich zum Glück tatsächlich noch nie gehabt. Gott sei Dank.

Klaus Brunner, Kamera
© privat

Wenn man sich deine Texte auf blog.tirol so anschaut, fällt auf, dass es oft um Kulinarik geht. Bist du ein Feinschmecker?
(lacht) Ja, Essen und Trinken mag ich sehr gern! Damit meine ich aber nicht irgendwelche Haubenre­staurants, sondern eine gute Qualität in „normalen“ Gasthäusern. Ich koche auch sehr gerne. Meine Frau kommt ja aus Nicaragua, wir machen quasi „Fusionsküche“ (schmunzelt).

Was ist denn dann dein Lieblingsessen?
Aus der Tiroler Küche wahrscheinlich die Kiachl, und aus der südameri­kanischen Küche Ceviche, das ist roher Fisch, der in Limettensaft gegart wird.

Dein zweites Hauptthema ist die Kultur. Was hat denn Tirol in Sachen Kultur zu bieten?
In der Außensicht wird Kultur in Tirol oft in die Traditionsecke gedrängt – unverdien­terweise. In Innsbruck und auch in vielen anderen kleinen Städten ist einiges los und viel Leben. Es wird häufig unterschätzt wie aktiv die Szene ist – von alternativer Kultur bis zur Hochkultur deckt Tirol einen breiten Bereich ab. Unsere Aufgabe ist es, das vor den Vorhang zu holen.

Das macht ihr ja unter anderem mit dem neuen Format „ Das K – Der Podcast für Kunst und Kultur“. Kannst du uns kurz erklären, worum es dabei geht?
Im Oktober 2020 ging die erste Folge des Podcasts online und wird seither monatlich ausgestrahlt. Es geht darum, die kreativsten Köpfe des Landes kennenzulernen – aus allen Genres. Wir wollen die Personen dahinter kennenlernen. Wie sehen sie Tirol? Mit welchen Widerständen haben sie zu kämpfen? Wie hat sich das Land gewandelt?

Das wäre meine nächste Frage gewesen: Du kommst ja viel im Land herum und lernst dabei viele Menschen kennen. Wie erlebst du denn die Tiroler?
Was alle eint, ist die Tatsache, dass sie gern Tiroler sind. Auch der Sport ist ein Riesenthema. Ansonsten gibt es aber natürlich schon Unterschiede, etwa zwischen Stadt und Land. Ich lerne aber sehr viele spannende Leute kennen und „die Tiroler“ sind viel bunter als alle Klischees.  

Welche Begegnung ist dir besonders in Erinnerung geblieben?
Ich habe viele Leute kennengelernt, die ihren komplett eigenen Weg gegangen und trotzdem – oder gerade deshalb - Erfolg haben. Da war zum Beispiel die Hüttenwirtin auf fast 3.000 Meter Seehöhe, die dort ihren Buben aufzieht. Da sagen vielleicht viele, das ist verrückt, aber wenn man dann sieht, wie der Bub vergnügt auf den Steinen herumspringt… Oder der Bürgermeisterlift in Navis, in den so viel Herzblut gesteckt wird. Viele Dinge, die ich sehe, stimmen mich optimistisch, dass wir auf einem guten Weg sind.

Im Blog gibt es auch die Rubrik: Ask a local. Wenn man dich als „local“ fragen würde: Welche Schätze hat Tirol?
Wenn wir Besuch aus dem Ausland bekommen, habe ich so eine Art Standard­programm bei mir in der Gegend (lacht). Im Sommer besuchen wir die Brandenberger Ache und anschließend das Kaiserhaus. Dann essen wir einen Kaiserschmarrn im Zottahof in Alpbach. Auch, um den Gästen die besondere Architektur in Alpbach zu zeigen. In Reith, wo noch eine sehr aktive Wirtshaus-Kultur herrscht, gehen wir immer ins Gasthaus und zum See, der ist für Familien supertoll. In Sachen Kultur mag ich das Schloss Tratzberg sehr gerne. Und im Winter gehen wir immer in unser Heimskigebiet, das Skijuwel.

Und was gefällt dir an deinem Job?
Es ist ein Job, der nie langweilig wird. Es gibt ständig neue Themen und Herausfor­derungen. Zum Beispiel, wenn man bei der Rad-WM gefragt wird, ob man nicht schnell ein 30-seitiges Moderato­ren­briefing schreiben kann (lacht). Die Arbeit ist sehr dynamisch und thematisch vielfältig – das trifft sich gut, denn ich bin auch vielseitig interessiert. Allerdings würde dem Unternehmen manchmal etwas mehr Konstanz guttun. Besonders mag ich die netten Kolleginnen und Kollegen und die Zusammenarbeit auf Augenhöhe.  

Einmal angenommen, du könntest bzw. müsstest einen Tag lang in einer anderen Funktion in der TW arbeiten. Was würde dich da interessieren?
(überlegt) Hmm… Am ehesten der Bereich Unterneh­mens­kom­mu­nikation. Einfach, weil ich es interessant finden würde, in engem Kontakt mit den ganzen Stakeholdern zu sein, mit dem Land, der Tourismusbranche. Das wäre schon interessant. Aber eigentlich genieße ich es hier in der Content-Produktion (lacht).

Und nun ganz zum Schluss noch die Frage: Warum hast du dich eigentlich entschieden, wieder nach Tirol zu kommen?
Das war ein gemeinsamer Entschluss von meiner Frau und mir. Ausschlaggebend war im Endeffekt die Familie – Tirol ist der beste Ort für Familien. Und jetzt bin ich wieder ein richtiger „Reitherer“! (lacht)

Klaus Brunner, Tirol Shop Shooting, Obernberger See
Klaus Brunner, Skifahren
© Hans Herbig
Klaus Brunner, Snowboarden
© Hans Herbig
Klaus Brunner, Interview, Kultur
© privat

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