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Fabienne Kröll Yoga am Strand

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Kommunikationstalent auf modischer Mission

Fabienne Kröll, Kommunikation Kollektion.Tirol

Ob Wechsel vom Kleinst- ins Großteam, von Voll- in Teilzeit oder von klassischen zu sozialen Medien - im Laufe der letzten Jahre hat Fabienne Kröll einige Veränderungen erlebt. Lange war sie das Sprachrohr des Unternehmens, bis sie sich vor kurzem auf neue, modische Pfade wagte. Getreu ihrer Leidenschaft Kommunikation erzählt sie heute multimedial die Geschichten hinter den Stücken der Kollektion Tirol. Warum ihre Begeisterung für die Tirol Werbung schon im Kinderzimmer beginnt und wieso sie gerne einmal den Dalai Lama treffen würde, erzählt sie im Interview.

Fabienne Kröll

Fabienne Kröll

Wohnort: Innsbruck

  • Name

    Fabienne Kröll

  • Alter 

    44 Jahre

  • Hobbys

    alle Arten von Sport – von Skifahren bis Yoga, Reisen, Kulinarik

  • Das mag ich an Tirol

    Die hohe Lebensqualität und das Lebensgefühl. Auch wenn ich gerne reise, ist Tirol für mich der beste Platz zum Leben.

  • Bei der Tirol Werbung seit

    2003

  • Aufgaben in der Tirol Werbung

    Kommunikation für Kollektion.Tirol

Fabienne Kröll

Fabienne Kröll

Wohnort: Innsbruck

  • Name

    Fabienne Kröll

  • Alter 

    44 Jahre

  • Hobbys

    alle Arten von Sport – von Skifahren bis Yoga, Reisen, Kulinarik

  • Das mag ich an Tirol

    Die hohe Lebensqualität und das Lebensgefühl. Auch wenn ich gerne reise, ist Tirol für mich der beste Platz zum Leben.

  • Bei der Tirol Werbung seit

    2003

  • Aufgaben in der Tirol Werbung

    Kommunikation für Kollektion.Tirol

In welcher Abteilung hast du denn deinen Start in der Tirol Werbung hingelegt?

Ursprünglich wurde ich für die Marktkommunikation im DACH-Raum angestellt. Da die Unternehmenskommunikation zu dieser Zeit unbesetzt war, habe ich auch diese Aufgaben übernommen. Ich hatte also eine Zwitterfunktion, bis es mir nach zwei Jahren in dieser Doppelrolle dann doch irgendwann zu viel geworden ist. Also habe ich die Marktkommunikation abgegeben und war nur mehr Pressesprecherin. Nach meiner Babypause hatte ich eine kurze Station bei der Event-Kommunikation im Sponsoring-Team und bin dann wieder zurück in die Unternehmenskommunikation gewechselt.

Vor kurzem hast du aber noch einmal gewechselt und zwar zur Kommunikation der Tirol.Kollektion. Was sind da deine Aufgaben?

Genau. Ich versuche, mittels Storytelling die Leistungen und Besonderheiten der Kollektion.Tirol aufzuzeigen. Das geht über reine Verkaufsförderung hinaus. Es geht vielmehr um eine Imagekommunikation. Darum, die Produzenten, Lieferanten und Designer vorzustellen, die hinter den Produkten stehen. Denn rund 90 % des Sortiments werden nicht in anonymen Fabriken in Fernost produziert, sondern von kleinen Firmen aus dem Alpenraum – das wollen wir erzählen und dadurch den Wert der Produkte aufzeigen.

Was hat dich dazu bewogen, diesen Schritt zu gehen und in ein neues Themengebiet einzutauchen?

Ich habe zehn Jahre lang Unternehmenskommunikation gemacht und hatte Lust auf einen Wechsel. Früher war ich ganz nahe an die Geschäftsleitung angedockt, was es mir sehr leicht machte, mich in den Kopf von Josef (Margreiter, ehem. Geschäftsführer der Tirol Werbung, Anm.) reinzudenken, mit den Strategien zu verschmelzen und als Sprachrohr für die Tirol Werbung zu agieren. Seit ich in meiner Teilzeitbeschäftigung nicht mehr Teil der Führungsrunde war, hab‘ ich mir irgendwie immer schwerer getan, inhaltlich den Punkt zu treffen. Das verbunden mit dem Wunsch nach einem neuen Aufgabengebiet war der Grund für diesen Wechsel.

Und warum hast du dich dabei gerade für das Thema Mode entschieden?

Mode ist ein Thema, das mich sehr interessiert und begeistert. Patricio (Hetfleisch, Marketingleiter, Anm.) hat dann den Vorschlag mit der Kollektion.Tirol gemacht, welchen ich gerne angenommen habe – denn hier kann ich zwei Leidenschaften – für Tirol und für Mode – beruflich unter einen Hut bringen.

Ist Mode etwas, mit dem du dich auch privat auseinandersetzt?

Ich mache mir jetzt nicht jeden Tag Gedanken, ob ich das perfekte Instagram-Outfit habe (lacht), aber ich empfinde Mode als tolles Mittel, um sich selbst und seinen Stil auszudrücken.

Du hast ja von einem sehr kleinen Team in das größte Team des Unternehmens gewechselt. Wie ist es dir damit gegangen?

Auch wenn es mir echt leidgetan hat, mein „altes“ Team zu verlassen, so habe ich mich sehr auf das Content-Team gefreut. Die kreative Content-Kreation liegt auch in meinem Wesen, inhaltlich habe ich mich also zuhause gefühlt. Dadurch, dass der Wechsel aber coronabedingt quasi voll und ganz im Home Office stattgefunden hat, war er nicht nur positiv besetzt. Das lag natürlich nicht am Team, sondern an den besonderen Umständen. Die räumliche Distanz war schon eine große Herausforderung. Umso dankbarer bin ich, dass diese Zeit jetzt vorbei ist und ich im Haus beim Team sein kann. Abgesehen vom sozialen Miteinander ergeben sich natürlich auch ganz andere Synergien in der Arbeit.

Ich könnte mir vorstellen, dass auch die Arbeitsweisen sehr unterschiedlich sind: Unternehmenskommunikation läuft ja eher strukturiert ab, im Content Team ist alles kreativer und mitunter vielleicht auch chaotischer.

Das ist eigentlich sehr gut gegangen. Die Kommunikation für die Kollektion.Tirol war viele Jahre sehr verkaufsorientiert, eine strukturierte Imagekommunikation hat es bis dahin eigentlich kaum bis gar nicht gegeben. Ich habe also zuerst versucht, eine ganzheitliche Strategie zu entwickeln – da merkt man halt doch meine Wurzeln in der Unternehmenskommunikation (lacht). Aber natürlich ist es ein ganz anderes Arbeiten, und allein die Tatsache, dass jetzt auch Social Media zu meinem Aufgabengebiet zählt, hat das Ganze nochmal um eine völlig neue Facette erweitert.

 

Fabienne Kröll Berge, Urlaub
© privat

Social Media war wahrscheinlich ziemlich neu für dich. Wie hast du dich dem angenähert und wie geht es dir heute damit?

Allein meine fast zwanzigjährige Firmenzugehörigkeit lässt wahrscheinlich vermuten, dass ich mich selbst nicht gerade als Digital Native bezeichnen würde (lacht). Ich hatte zwar schon einen privaten Account bei Facebook und Instagram, aber eigentlich nur deshalb, weil ich mir gedacht habe „wenn du in einem Kommunikationsberuf tätigst bist, musst du dich zumindest ein bisschen damit auseinandersetzen“. Diese Kanäle dann aber auch beruflich richtig zu nutzen, war schon eine Entdeckung von Neuland – deshalb bin ich jetzt auch sehr froh, dass ich mit meinen Social-Media-Kolleginnen im Büro sitze und immer wieder aufs Neue etwas von ihnen lernen kann. Dieses Feld der Kommunikation bietet auf jeden Fall eine tolle Ergänzung zu meinem Aufgabengebiet, gleichzeitig bin ich aber auch froh, dass ich noch „klassische“ Kommunikationswege beschreiten darf.

Was siehst du aktuell als größte Herausforderung?

Die Leute meinen ganz oft, wo Tirol draufsteht, muss auch Tirol drin sein. Aber für viele Produkte gibt es hier gar keine Produktionsmöglichkeiten. Wir lassen rund 90 % unseres Sortiments in kleinen Betrieben in der EU und im Alpenraum erzeugen. Das wollen wir unseren Kunden über kontinuierliche Kommunikation vermitteln. Zu unserem 20 Jahr Jubiläum wird es eine Mütze geben, die zu 100% aus heimischen Rohstoffen in Tirol gefertigt wurde. Von diesem Projekt versprechen wir uns viel: Einerseits steckt unglaublich viel Pionierarbeit dahinter, andererseits möchten wir aber auch die Herausforderungen kommunizieren, vor denen wir als doch kleiner Textilhändler im globalen Kontext stehen. Hier bietet insbesondere Social Media eine gute Möglichkeit zur Interaktion, da wir auch auf kritische Stimmen persönlich antworten können. Oft rührt die Kritik ja aus Unwissenheit und da können wir direkte Aufklärungsarbeit leisten. Das ist ein großer Vorteil.

Noch etwas hat sich geändert, seit du bei der Tirol Werbung angefangen hast: Du arbeitest mittlerweile in Teilzeit. Wie hast du den Wechsel damals erlebt und wie geht es dir heute damit?

Als ich schwanger war, habe ich zu Josef Margreiter gesagt, ich möchte sobald es geht, wieder in meinen Job zurück. Er hat mir allerdings geraten, erstmal abzuwarten, bis das Kind da ist, denn als vierfacher Vater hat er schon geahnt, dass sich meine Meinung da noch ändern könnte (lacht). Und es war tatsächlich so – ein Vollzeitjob mit hoher Verantwortung erschien mir neben den Kindern dann plötzlich doch nicht mehr so attraktiv, deshalb bin ich sehr dankbar für die Möglichkeiten, die die Tirol Werbung uns Müttern bietet. Sie ist wirklich ein entgegenkommender, kooperativer Arbeitgeber, wenn es darum geht die Mutter- und Berufsrolle unter einen Hut zu kriegen. Das weiß ich sehr zu schätzen.

Welche Rolle spielt Home Office in diesem Zusammenhang?

Beim Thema Home Office hat Corona viel dazu beigetragen, dass es endlich als vollwertige Arbeitsmöglichkeit gesehen wird. Auch wenn es seine Vorzüge hat, so freue ich mich doch über jeden Tag, an dem ich ins Büro gehen kann. Es tut einfach gut, Kollegen um sich zu haben, und prinzipiell finde ich auch die räumliche Trennung von „Arbeit“ und „Zuhause“ nicht das Schlechteste.

Wie hast du das dann während der Corona-Zeit erlebt, als alle zuhause waren?

Das war zum Teil wirklich mehr als herausfordernd: Home Office, Home Schooling und Haushalt parallel zu schaukeln, war extrem anstrengend. Da ist es mir oft schwer gefallen, das eine vom anderen abzugrenzen und irgendwann auch mal Feierabend zu machen.   

In deiner neuen Funktion hast du ja viel mit der Marke Tirol zu tun. Welche Eigenschaften der Marke erkennst du bei dir selbst wieder?

Dieses Verbunden-sein mit Land und Natur. Ich habe als Teenager schon Tirol Plakate in mein Zimmer gehängt und auch meine Diplomarbeit über die Bildsprache der Tirol Werbung geschrieben. Irgendwie habe ich mich wohl immer schon mit Haus und Marke verbunden gefühlt, deshalb bin ich jetzt froh und dankbar, für diese Marke arbeiten zu dürfen. Nachhaltigkeit spielt gerade im Tirol Shop auch eine immer größere Rolle. Das freut mich, denn dieses Thema beschäftigt mich auch privat sehr. Gerade Mode und Nachhaltigkeit gehen nicht immer Hand in Hand, deshalb ist es gut, dass der Tirol Shop da so darauf schaut. Das entspricht genau meiner Philosophie.

Wie viel Prozent deines Kleiderschranks nehmen Tirol Artikel ein?

Puh, da tu ich mir schwer, das einzuschätzen. Jedenfalls trage ich die Produkte sehr gerne. Rucksäcke, Mützen, Stirnbänder und Co. sind sowieso Pflicht, aber auch viele Produkte der Traditionslinie haben mein Herz erobert.

Fabienne Kröll, Essen
© privat

Deine Aufgaben in der Tirol Werbung hatten alle mit Kommunikation zu tun. Bist du privat auch jemand, der sehr gerne redet oder ziehst du dich gerne einmal zurück?

Mit zwei Kindern ist es nahezu ein Ding der Unmöglichkeit, nicht zu kommunizieren – irgendwer redet da gefühlt immer (lacht). Nein, im Ernst, ich bin glaub ich auch privat schon sehr kommunikativ. Aber je älter ich werde, um so mehr weiß ich auch die Momente der Ruhe und des Nicht-Kommunizierens zu schätzen.

Rückblickend: Welches war die beste Entscheidung in deiner beruflichen Laufbahn?

Das war sicher, zur Tirol Werbung zu gehen. Ich habe davor bei einem großen Pharmakonzern gearbeitet und hätte die Möglichkeit gehabt, in einer Führungsposition nach Wien zu gehen. Gleichzeitig kam das Angebot der Tirol Werbung und ich habe mich glücklicherweise dafür entschieden.

Worauf könntest du in deinem Leben nicht verzichten?

Auf meine Familie. Auf gutes Essen und Bewegung. Und auf das Reisen – um dann aber immer wieder gerne nach Hause zu kommen. Das sind die vier Pfeiler, auf denen mein Wohlbefinden ruht.

Und zum Schluss noch etwas anderes: Angenommen, du könntest eine berühmte Persönlichkeit treffen – wer wäre das und warum?

(Überlegt) Der Dalai Lama. Weil mich seine Weisheiten und Art zu denken und zu leben immer wieder inspirieren. Seine Lebensgeschichte und der buddhistische Kontext üben eine Faszination auf mich aus.

Fabienne Kröll, Skifahren
Ihre Familie ist das Wichtigste in Fabiennes Leben. © privat
Fabienne Kröll, Boot, Meer
Auf ihren Reisen ist Fabienne schon weit herumgekommen. © privat
Fabienne Kröll, Schlange
Langweilig wird es mit Fabienne nie - auch beruflich probiert sie gerne Neues aus. © privat
Fabienne Kröll, Skifahren
Sport in allen Facetten gehört bei Fabienne dazu. © privat

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