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01.07.2010
Ein kleines Land voller großer Kulturschätze: Tirols Kulturlandschaft ist ebenso vielfältig wie die Bergwelt im Herz der Alpen. Damit kommt der Kultur im Tourismus eine bedeutende Rolle zu – als Vermittler zwischen dem Gast und dem "Phänomen Tirol".
Kultur und Tradition zwischen Bergwelt, urigen Almhütten und verschneiten Hängen, die Schneesportler zu Begeisterungsstürmen hinreißen: Wer an Tirol denkt, denkt an Sport, an Naturschönheiten, an Kulinarik. Und an Kultur? Findet Kultur Platz in einem Land, das mit 43,1 Millionen Nächtigungen das Tourismusland Nummer 1 in den Alpen ist? „Kultur ist ein ganz elementarer Bestandteil des Tourismus. Geschichte ist eine ideale Möglichkeit, sich zu erklären, darzustellen, wie sich alles entwickelt hat. Wir können helfen, das Phänomen Tirol verständlich zu machen“, erklärt einer, dessen Geschäft die Kultur ist: Dr. Wolfgang Meighörner, Direktor der Tiroler Landesmuseen. Zu diesem Museenverband zählen die Hofkirche, das Ferdinandeum, das Zeughaus, das Volksliedarchiv und das Volkskunstmuseum. (www.tiroler-landesmuseen.at)

Für Meighörner ist Tirol ein Land, das mit Stolz auf seine Kultur und Tradition blicken kann: „Die Besiedelung aus allen Richtungen machte Tirol früh zu einem sogenannten „melting pot“ - jetzt gibt es eine große Vielfalt an kulturellen Bräuchen und Traditionen. Diese gilt es zu bewahren, herauszustreichen und nicht zu einer einheitlichen,  „gefühlten“ Folklore verkommen zu lassen“, plädiert der Experte. „Dann verschafft Kultur dem Tourismus einen Mehrwert: Wenn ich nach drei Tagen vom Wandern oder Skifahren müde bin, fahre ich in die Stadt und genieße einen Museumsbesuch. Ich lerne Tirol von einer anderen Seite kennen – und fahre bereichert wieder zurück.“.

Gelebte Tradition und echte Kultur: ein Rezept, mit dem Kultur und Tourismus in Tirol perfekt zusammenspielen. „Wir setzen auf Vielfalt, die anregend und authentisch sein soll, aber genauso international und zu Kontroversen anregend. Tirol bietet Kulturinitiativen eine gute Plattform, denn durch unsere Urlaubsgäste wird zusätzliches Publikum generiert“, weiß Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung. „Wir sind ständig bemüht, Kultur und Tourismus miteinander zu verbinden. Eine unsere aktuellsten Initiativen sind die Plattformen www.kultur.tirol.at und  www.kulturhighlights.tirol.at. Hier werden Tirols kulturelle Gipfel übersichtlich dargestellt.“
Tourismus braucht Kultur, ist Margreiter überzeugt: „Nur durch ein vielfältiges Kulturangebot können wir unseren Gästen einen zusätzlichen Anreiz geben, ihren Urlaub in Tirol zu verbringen. Vor allem der Sommertourismus in Tirol profitiert von einem umfassenden kulturellen Angebot, das von der Operette auf der Festung Kufstein, über die Passionsspiele in Erl bis hin zu Ausstellungen zeitgenössischer Kunst oder Neuinszenierungen in den Theatern des Landes reicht“, erklärt Tirols oberster Werber.

Dass die Gäste das Angebot gerne annehmen, das weiß Direktor Meighörner aus eigener Erfahrung, denn er führt selbst immer wieder Gruppen durch seine Museen. Die Begeisterung für Kultur, sagt er, könne man in jedem wecke : „Wenn wir uns anstrengen, kriegen wir sie alle“, erzählt Meighörner. „Die ersten 20 Minuten sind entscheidend. Wer hier nicht in Oberlehrer-Manier auftritt, sondern den Besucher auf Entdeckungsreise mitnimmt, hat gewonnen.“

Diese Reise durch die Geschichte Tirols lässt sich für Meighörner wunderbar mit der Tiroler Bergwelt verbinden. „Natur und Kultur haben für mich ganz Entscheidendes gemeinsam – ob in den Bergen oder im Volkskunstmuseum, das Tempo bestimme ich. Es ist eine entschleunigte Welt. Wenn ich zu einer Wandertour in die Berge aufbreche, bestimme ich selbst, wie schnell ich gehen möchte. Wenn ich mir eine Ausstellung in den Tiroler Landesmuseen ansehen, entscheide ich auch darüber, wie viel Zeit ich mir lasse: ich kann durch die Ausstellung hetzen, ich kann mich aber auch zwei Stunden lang vor ein Bild setzen und es bewundern.“

Nähere Informationen: Tirol Info, Tel. +43.512.7272-0, info@tirol.at und www.tirol.at.
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Textredaktion: Rosanna Battisti
(Foto: Tiroler Volkskunstmuseum, Abdruck honorarfrei)